Fütterung von Katzen - Trockenfutter oder Dosenfutter?

Qual der Wahl: Trockenfutter für Katzen? Foto: Qba Libre, aboutpixel.de
Kaum ein Thema wird in Katzenhalterkreisen so diskutiert wie die “richtige” Fütterung der Katze. Die einen behaupten, Trockenfutter sei Gift für die Katze und werde nur von faulen Katzenbesitzern verwendet, die zu bequem für Dosenfutter seien. Die Befürworter von Trockenfutter wiederum belächeln die Dosenfütterer, die viel Geld für mehr Wassergehalt bezahlen und auch noch das zusätzliche Gewicht nach Hause schleppen.
Die Wahrheit liegt (wie immer) irgendwo dazwischen. Die eine Katze kann ein Leben lang Trockenfutter fressen und wird gesund alt, während einer anderen das Trockenfutter vielleicht überhaupt nicht bekommt. Fakt ist: weder Dosenfutter noch Trockenfutter haben noch viel mit der natürlichen Ernährung einer Katze zu tun. Da aber die wenigsten Katzenhalter ihre Tiere mit Mäusen, Vögeln und Co. versorgen können, wird kaum jemand darum herumkommen, seine Katze mit Fertigfutter zu ernähren. Zuerst einmal kann davon ausgegangen werden, dass halbwegs hochwertige Dosen- und Trockenfutter den Nährstoffbedarf von Katzen ausreichend abdecken können. In diese Beziehung müssen sich also weder Dosen- noch Trockenfutterfans zu viele Gedanken machen.
Komplizierter wird es bei der ausreichenden Flüssigkeitszufuhr. Katzen trinken von Natur aus relativ wenig Wasser, sie nehmen einen großen Teil der benötigten Flüssigkeit über die Nahrung auf. Bei der Fütterung mit Trockenfutter können Katzen, die von sich aus wenig trinken, unter Umständen zu wenig Wasser zu sich nehmen, was zu Blasen- und Nierenproblemen führen kann (siehe auch chronische Niereninsuffizienz). Wer seine Katzen mit Trockenfuter füttert, sollte also eine Zeitlang beobachten (und im Zweifelsfall auch einmal nachmessen), wieviel Wasser die Katze trinkt. Egal ob Trockenfutter oder Dosenfutter gefüttert wird, frisches Trinkwasser sollte immer zur Verfügung stehen, idealerweise an mehreren Stellen der Wohnung.
Auch wenn Trockenfutter für einzelne Katzen problematisch sein kann, gibt es grundsätzlich keine Hinweise darauf, dass Trockenfutter häufiger zu gesundheitlichen Problemen führt als Dosenfutter. Auch die häufig geäußerte Meinung, dass Trockenfutter bei Katzen häufiger zu Diabetes führt, konnte in Tests nicht bestätigt werden. Wichtiger scheint für die Gesunderhaltung der Katze zu sein, dass das Futter hochwertig ist und auf spezielle Anforderungen, wie z.B. Vorerkrankungen, Alter und Bewegungsintensität der Katze abgestimmt ist. Wird dann noch die aufgenommene Wassermenge im Auge behalten, ist gegen eine Fütterung der Katze mit Trockenfutter grundsätzlich nichts einzuwenden.
Sie tun aber Ihrer Katze insgesamt sicher einen Gefallen, wenn Sie sie sowohl an Dosen- als auch an Trockenfutter gewöhnen. Wenn es einmal nötig werden sollte, der Katze Spezialfutter zu füttern, kann es zu Problemen kommen, wenn es das Spezialfutter z.B. nur als Dosenfutter gibt, die Katze aber nichts anderes als Trockenfutter anrührt. Vor allem bei Problemen mit Blasensteinen sollte über eine Fütterung mit Dosenfutter nachgedacht werden, da mit Feuchtfutter mehr Flüssigkeit aufgenommen werden kann und eine vermehrte Harnbildung die Blasenprobleme lindern kann. Sollte Ihre Katze Probleme mit den Nieren oder der Blase haben, sollten Sie die passende Fütterung auf jeden Fall mit Ihrem Tierarzt absprechen.







